Antwortschreiben der Stadt auf unsere Pressemitteilung

Sehr geehrter Herr Wierschien,

die Ergebnisse des Verkehrsversuchs Europakreuzung werden Ende Oktober 2012 vom federführenden Tiefbau- und Grünflächenamt vorgelegt. Darüber informierte mich Amtsleiter Fred Wixforth am gestrigen Mittwoch.

Ihre Forderung nach umgehender Darlegung kann nicht entsprochen werden.

Freundlich grüßt Bärbel Lenuck

Universitäts- und Hansestadt Greifswald
Der Oberbürgermeister

Pressestelle
Bärbel Lenuck
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Verkehrsversuch auf der Europakreuzung – wann werden die Ergebnisse veröffentlicht?

Pressermitteilung: Bürgerinitiative »Diagonal ist besser« fordert Veröffentlichung der Versuchsergebnisse.

Greifswald, 12.10.2012. Am 30. August endete die Sperrung der zweiten Linksabbiegerspur vom Hansering über die Europakreuzung in die Wolgaster Straße. Nach derzeitiger Planung zum Umbau der Europakreuzung können überflüssige Autofahrspuren zugunsten von mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer entfallen. Insbesondere wird der so gewonnene Verkehrsraum zur Errichtung der Diagonalquerung für Radfahrer genutzt. Darüber ist es häufig zum Streit gekommen. Die Gegner fürchten einen Rückstau am Hansering. Die zweimonatige Sperrung sollte zeigen, dass diese Befürchtungen absolut unbegründet sind. Mehrfach wollte die Stadtverwaltung den Autoverkehr zählen und beobachten.

„Über die Ergebnisse dieser Zählung ist öffentlich bisher nichts bekannt geworden.“ bemerkt Torsten Wierschin, einer der Mitbegründer und Sprecher der Bürgerinitiative. Wierschin ist Vorstandsmitglied im Verkehrsclub Deutschland im Landesverband Nordost und unterstützt in dieser Funktion die Arbeit der Bürgerinitiative. „Das Verhalten der Stadtverwaltung überrascht,“ so meint Wierschin weiter, „da jeder in der Stadt um das rege Interesse an der Thematik weiß. Wir fordern daher die umgehende Veröffentlichung der Ergebnisse.“

Als Alternative zur offiziellen Zählung hat die Bürgerinitiative ebenfalls den Verkehr beobachtet. Weder in stichpunktartigen Beobachtung noch in zwei ausführlichen Zählungen während der Hauptverkehrszeiten (08.08.2012, 7 bis 8 Uhr und 13.08.2012, 16 bis 17 Uhr) konnten Probleme durch einen Rückstau festgestellt werden. 95 Prozent der Verkehrsteilnehmer konnten die Ampel in ihrer ersten Grünphase passieren, die verbleibenden 5 Prozent gelang dies in der zweiten Phase. Zu diesen kurzen Verzögerungen kam es lediglich dann, wenn Fahrzeuge (insbesondere LKW) sehr langsam anfuhren und so nachfolgende Verkehrsteilnehmer behinderten. Die Zufahrt in die Loefflerstraße war zu keinem Zeitpunkt behindert. „Der offenbar notwendige Rückbau der Linksabbiegerspur ist somit kein Argument gegen die Umsetzung der Diagonalquerung“, betont Wierschin.